Die "Traumzeit" der Aborigines, der australischen Ureinwohner, gehört zu den faszinierendsten und wohl auch komplexesten Schöpfungsmythen der Menschheit. Über dem fünften Kontinent liegt ein imaginäres Netz von Traumpfaden, auf denen sich die Schöpfungswesen bewegen. Sie geben den Menschen die Seele und holen sie nach dessen Tod zurück.

Felsen, Wasserlöcher, Berge und Flüsse: Sie sind den Aborigines heilige Kultstätten. Dabei ist "Traumzeit" eher eine Vorstellung des weißen Mannes. In den Sprachen der Aborigines existiert weder dieser Begriff, noch die Vorstellung, die er vorgibt. Die "Traumzeit", das Schöpfungsgeschehen, kennt nämlich weder Anfang noch Ende. Was die Traumzeit wirklich ist, was es mit der Regenbogenschlange auf sich hat und von den Albträumen der Aborigines, erzählen Aborigines auf unseren geführten Wanderungen über die Traumpfade.